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Hi Score Girl 8 (Comic)

Rensuke Oshikiri
Hi Score Girl 8
Übersetzung: Sascha Mandler
Cross Cult, 2021, Paperback, 192 Seiten, 10,00 EUR

Rezension von Christel Scheja

Auch die wildesten Gamer werden einmal erwachsen. Aber noch stehen sie nicht so ganz dem Ernst des Lebens gegenüber. Dennoch gibt es einige Entwicklungen, die die Figuren beschäftigen, vor allem die schweigsame Akira. Denn was Haruo treibt, gefällt ihr gar nicht.

Der hat nämlich nur noch eines im Kopf: Mit den anderen begeisterten Spielerin in Shibuya abzuhängen und sich auf Matches einzulassen. Die Clique scheint das zu sein, was ihm gefällt und nach dem er schon lange suchte.

Während Kazuya lieber mitmacht, um ihn nicht ganz aus den Augen zu verlieren, geht das Mädchen aus reichem Hause einen ganz anderen Weg, denn ihr gefällt gar nicht, was er da gerade macht, auch wenn sie sich nicht artikulieren kann.


Aus den Mittelschülern sind inzwischen Oberschüler im zweiten Jahr geworden. Noch müssen sie sich nicht dem Ernst des Lebens zuwenden, wie auch schon ein Lehrer am Anfang des Schuljahrs andeutet, aber sie dürfen auch nicht so leichtlebig sein.

Haruo ist nun in einer Phase, in der ihm andere Dinge wichtig sind. Nicht die Schule und erste Liebe stecken in seinem Kopf, sondern eher die Begeisterung für die Clique, der er sich angeschlossen hat.

Es scheint, dass dieser Einfluss aber nicht gut ist, denn es gibt gerade aus Akiras Sicht Versuche, ihn da herauszuholen. Denn sie möchte ihn nicht verlieren, auch wenn sie nach wie vor unfähig ist, sich anders als durch ihre Spiele auszudrücken. Und so scheint sie keine Chance zu haben.

Alles in allem wird das Ganze wieder nett und leichtfüßig erzählt, es gibt ein paar kleine Erinnerungen an die Spiele, die damals aktuell waren und die Weichen für die Szene stellen sollten, auch wenn im Moment mehr die Figuren im Vordergrund stehen.

„Hi Score Girl“ spielt mit dem Heranwachsen der jungen Helden und zeigt, dass sie jetzt in einem Alter sind, in dem sie auch schon einmal gehörig in die Irre laufen können und die wichtigen Dinge vernachlässigen. Aber wozu sind Freunde da? Und wie immer gibt es auch einen netten Rückblick auf die Gamer-Szene der 90er Jahre.