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Neu erschienen

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Aus einem Kälteschlaf erwacht, findet sich Earl Dumarest kurz nach der Landung des Raumschiffs auf Gath wieder. Ein Planet, für den er nicht gebucht hat, und der schnell zur vorzeitigen Endstation auf seiner Reise würde, sollte er sich nicht den dort lauernden tödlichen Gefahren erwehren können - und den aufziehenden, legendären Stürmen von Gath ...

E. C. Tubbs Space Opera um Earl Dumarest fesselte Generationen von Lesern. Der Atlantis Verlag legt die legendäre Serie in einer neuen Edition auf und bringt die Romane neu und erstmals komplett übersetzt.

Erhältlich als Hardcover direkt beim Verlag und als Paperback und eBook überall im Handel.
Katie MacAlister: Höllische Hochzeitsglocken - Dragon Love 4 (Buch) PDF Drucken E-Mail
Sonntag, den 22. Juli 2012 um 10:15 Uhr

Katie MacAlister
Höllische Hochzeitsglocken
Dragon Love 4
(Holy Smokes, 2007)
Aus dem Amerikanischen von Margarethe van Pée
Lyx, 2010, Taschenbuch mit Klappenbroschur, 319 Seiten, 9,95 EUR, ISBN 978-3-80258-321-6 (auch als eBook erhältlich)

Von Irene Salzmann

Aisling Grey steht vor dem Traualtar, aber wer nicht kommt, das ist ihr Bräutigam Drake Vireo. Einen Tag später wiederholt sich das Trauerspiel, nur ist diesmal Aisling verhindert. Und so geht das noch etliche Tage weiter, sehr zum Verdruss aller Beteiligten.

Aber das totale Chaos gehört nun mal zum Alltag, wenn man - wie Aisling  eine Hüterin, eine Drachenfürstin, ein Prinz von Abaddon, der Venediger und die Gefährtin des Wyvern der grünen Drachen ist beziehunsweise gegenwärtig des blauen Drachens Fiat Blu, was auf die Liebe und die Zukunftspläne des Paares, das sich auf das erste Kind freut, keinen Einfluss hat.

Bevor die Hochzeitsglocken endlich läuten können, müssen Aisling und Drake eine Vielzahl Probleme bewältigen: Aisling wird die Position des Venedigers streitig gemacht, was ihr ganz recht ist, da sie diese Aufgabe nur zu gern abgeben würde. Das gleiche gilt für die Macht, die ihr als Höllenprinz zusteht und die sie immer wieder in Versuchung führen will. Nicht länger dem Höllenfürsten Bael dienen zu müssen, hat jedoch seinen Preis, und Aisling soll ihre Hüter-Kräfte aufgeben. Davon einmal abgesehen steht ihr Drakes Drachenfeuer nicht mehr zur Verfügung, weil sie an Fiat gebunden ist. Dieser intrigiert gegen die grünen Drachen, indem er sich mit den roten Drachen verbündet hat und auch die silbernen Drachen auf seine Seite zu ziehen versucht. Aisling bezweifelt, dass sie Gabriel Tauhou, dem Wyvern der silbernen Drachen, vertrauen kann, insbesondere nach der Befreiung von Drakes Bruder Kostya, einem schwarzen Drachen, der die silbernen und schwarzen Drachen unter seiner Herrschaft wieder vereinen will…

 

Wie bereits in den vorherigen Romanen muss Aisling nicht ein sondern eine ganze Menge Probleme lösen, was sie auf die für sie typische Art auch tut. Sie setzt Prioritäten, vergisst darüber andere Angelegenheiten und entledigt sich dieser, wenn ein Ignorieren nicht länger möglich ist, schnell und mit einem Achselzucken. Das liest sich flapsig und witzig, manchmal aber auch schon zu übertrieben, da es sich letztlich immer um Entscheidungen von großer Tragweite handelt und an die Konsequenzen kein Gedanke verschwendet wird.

Nach wie vor steht Aislings Handeln an erster Stelle, während Drake, der sie schmückende Mann, die zweite Geige spielt, seine Motive im Dunkeln belässt und dadurch, dass er seine Gefährtin vieles verschweigt, oft erst in eine ungünstige Situation manövriert. Die Protagonistin, obwohl sie ihm das immer wieder verzeiht, ist davon genauso genervt wie der Leser, denn dieses Verhalten wirkt unrealistisch, die daraus resultierenden Ärgernisse sind hausgemacht - und das alles dient der Autorin allein dazu, die Aufdeckung von Zusammenhängen und spannende Höhepunkte hinauszuzögern.

Die Story ist so quirlig, dass sie schon chaotisch wirkt, doch verliert die Autorin keinen Moment die Übersicht. Zwar findet man gelegentlich Fehler (mal ist Gabriel blond, dann schwarzhaarig, mal outet sich Jim als Elf, wird das nächste Mal jedoch als Kobold bezeichnet, andere Kleinigkeiten werden ein bisschen für die laufende Handlung ‚zurechtgebogen‘), doch fallen diese kaum auf. Katie MacAlister schreibt kurzweilig und vermeidet Längen, so dass man den Geschehnissen gebannt von der ersten bis zur letzten Seite folgt.

Freilich sollte man in erster Linie ein Fan der Paranormal Romance sein, denn erotische Momente und Humor dominieren, während die Phantastik lediglich das Gerüst liefert. Das mag den Genre-Fans zu wenig sein, aber Leserinnen ab 15 Jahre, die genau diese Art der Unterhaltung wünschen, werden bestens bedient und fiebern dem nächsten Band entgegen.

Für ein uneingeschränktes Lesevergnügen empfiehlt es sich, alle „Dragon Love“-Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da regelmäßig auf frühere Geschehnisse Bezug genommen und vorausgesetzt wird, dass man mit den wichtigsten Charakteren vertraut ist. Zwar ist die Serie nun abgeschlossen, doch knüpft der Spin Off „Silver Dragons“ an die Ereignisse an, denn so manche Frage harrt noch der Beantwortung.