The Walking Dead 28: Der sichere Tod (Comic)

Robert Kirkman
The Walking Dead 28
Der sichere Tod
(The Walking Dead, Vol. 28: A certain Doom, 2017)
Titelbild: Charlie Adlard & Dave Stewart,
Zeichnungen: Charlie Adlard
Übersetzung: Frank Neubauer
Cross Cult, 2017, Hardcover, 144 Seiten, 18,00 EUR, ISBN 978-3-95981-229-0

Rezension von Christel Scheja

Im neuesten Band ist Negan immer noch auf freiem Fuß obwohl er ordentlich Ärger gestiftet hatte, indem er den „Krieg der Flüsterer“ erst so richtig entfachte aber letztendlich auch dafür sorgte, dass diese erst einmal wieder Ruhe haben, nachdem er deren fanatische Anführerin erledigte.

 

Diese Sorgen und Ärgernisse sind vergessen als nun eine neue Gefahr auf die Helden zukommt. Denn die Toten, die bisher nur in kleinen Gruppen auftraten, scheinen sich nun zu einer riesigen Herde zusammengerottet zu haben. Tausende und Abertausende sind auf dem Weg und drohen das bisher sichere Alexandria zu überrollen. Eine organisierte Flucht ist nicht mehr möglich, es bleibt also nur noch eine Chance - nämlich die, sich den Zombies zu stellen und sie wegzulocken.

Mit dem Mut der Verzweiflung stürzen sich Rick, Dwight, Andrea und die anderen auf Pferden in die Herde, aber ihr Plan scheint nicht aufzugehen. Und Rick sieht dem sicheren Tod entgegen, wenn da nicht ausgerechnet Negan eingreifen würde, der sich das Dilemma lange genug angesehen hat.


Nachdem sich über viele Bände eher Menschen mit anderen Menschen bekriegt haben, kommen nun wieder die Toten ins Spiel. Die Zombies mögen zwar langsam sein und keinen Verstand mehr haben, aber rotten sie sich zu großen Horden zusammen, dann machen sie klar, warum die Zivilisation gefallen ist und weshalb sich die Überlebenden in abgesicherten Enklaven verstecken.

Der Angriff der großen Herde bietet Raum für weitere Dramen in der Gemeinschaft, die erneut sehr herbe Verluste zu beklagen haben wird. Und einmal mehr beweist Negan, dass er trotz seiner dunklen Seite durchaus auch Seiten hat, die die anderen brauchen können.

Aber ob es Rick gefällt, steht auf einem anderen Blatt. Er muss sich stattdessen damit abfinden, dass er eine ihm wichtige Person verliert und nichts dagegen machen kann. Es mag zwar sein, dass die Bewohner der Enklave noch einmal mit dem Leben davon kommen - aber auch Narben tragen werden. Und hier beweisen die Künstler einmal wieder, dass in der Serie nichts und niemand auf Dauer im Glück schwelgen dürfen - nicht umsonst bewahrt die Serie ihren nüchternen und brutalen Ton, der sich auch in den Bilder und Grautönen widerspiegelt.

Gerade „Der sichere Tod“, der achtundzwanzigste Band der Serie „The Walking Dead“, beweist wieder einmal, dass manchmal die Rückkehr zu den Wurzeln das Beste ist, was man tun kann, erinnert es doch daran, dass die größten Dramen unter den Menschen durch die Zombies geschrieben werden.