Literatur-News

Gestorben: William Peter Blatty (1928-2017)

William Peter Blatty ist gestern im Alter von 89 Jahren gestorben. Blatty, in New York geboren, schrieb 1971 den Horror-Roman "Der Exorzist". Als 1973 William Friedkin dieses Buch verfilmte war es Blatty, der das Drehbuch basierend auf seinem Roman schrieb. Bereits zuvor hatte er Drehbücher verfasst, beispielsweise zusammen mit Blake Edwards das für "Ein Schuss im Dunkeln" (1964) und das für "Was hast du denn im Krieg gemacht, Pappi?" (1966). Zum Exorzisten kehrte Blatty 1983 zurück, als er den Roman "Das Zeichen" verfasste. Basierend hierauf entstand 1990 der Spielfilm "Der Exorzist III", wofür er das Drehbuch schrieb und bei dem er auch Regie führte. Mit dem 1977 entstandenen Film "Exorzist II - Der Ketzer" von John Boorman hingegen hatte Blatty nichts zu tun und auch nicht mit den Prequels der Film-Reihe (Renny Harlins "Exorzist: Der Anfang" (2004) und Paul Schraders "Dominion: Exorzist - Der Anfang des Bösen" (2005)).

Erschienen: "phantastisch!" Ausgabe 65

Im Atlantis Verlag erschienen ist die Ausgabe 65 der Zeitschrift "phantastisch!". Unter der Chefredaktion von Klaus Bollhöfener erscheint diese alle drei Monate (diesmal mit 80 Seiten Umfang, komplett in Farbe, 5,30 EUR; PDF: 4,50 EUR). Die neue Ausgabe enthält unter anderem Interviews mit Reinhild von Michalewsky, Kim Harrison, Kai Meyer und Peter Clines, Berichte beispielsweise über Manfred Borchard, Herbert W. Franke, Ralph Bakshi, Ken Liu, Albert Vigoleis Thelen sowie eine Kurzgeschichte von Jeffrey Thomas ("Die Geister von Punktown"). Das Titelbild stammt von Jan Hoffmann.

News in Kürze: Wolfgang Hohlbein, Uschi Zietsch & mehr

Wolfgang Hohlbein wird persönlich bei einer Vorführung der Rockoper "Blutnacht" am 21. Oktober als Erzähler in die Handlung eingreifen; das Event findet in Karlsruhe statt, Infos zur Veranstaltung finden sich hier.

Uschi Zietsch hat einen Rückschau auf das Jahr 2016 veröffentlicht, darin spricht sie auch über ihren Vater und wie dieser sie zum Schreiben brachte; das Ganze findet sich hier.

Dirk van den Boom hat auf seinem Blog über den Stand seiner Projekte informiert, unter anderem hat er die Arbeiten am dritten "Skiir"-Buch abgeschlossen Weitere Infos finden sich hier.

Stefan R. Meyer erzählt in einem Video über seinen SF-Thriller "NOW" und was das mit seiner Kindheit zu tun hat; hier.

Erschienen: "Jules Verne und sein Werk"

Im Verlag Dieter von Reeken ist das Buch "Jules Verne und sein Werk" von Max Popp erschienen. (Paperback mit Klappenbroschur,, 226 Seiten, 27 Abbildungen, 17,50 EUR, ISBN 978-3-945807-09-5)

Der Verlag: Seit dem Tode Jules Vernes am 24. März 1905 sind zahlreiche Biografien sowie Gesamtdarstellungen und Monografien zu seinem Werk erschienen. Im deutschen Sprachraum sind hierzu gegenwärtig die Biografien von Volker Dehs zu nennen. Schon sehr früh nach Vernes Tod erschien Ende 1908 (im Impressum datiert auf 1909) das hier als Nachdruck im Neusatz vorgelegte von Max Popp verfasste Buch über Leben und Werk des großen französischen Schriftstellers. Popps Verne-Biografie ordnet den Schriftsteller und sein Werk nicht nur in die literaturgeschichtlichen Strömungen ihrer Zeit ein, sondern geht auch auf Vernes Kollegen und Nachfolger auf dem Gebiet der wissenschaftlich-phantastischen Literatur ein, unter anderem auf Kurd Laßwitz, Carl Grunert, Oskar Hoffmann, Percy Greg und Herbert George Wells. Der Text ist an die seit 1996 geltenden neuen Rechtschreibregeln (Stand 2006) angepasst worden, ansonsten aber unangetastet geblieben; lediglich offensichtliche falsche Schreibweisen sind stillschweigend berichtigt worden. Vor allem wurde die als Fremdkörper erscheinende eingedeutschte Bezeichnung "Julius" Verne durchgehend in "Jules" Verne berichtigt.

Erschienen: "Company Town - Niemand ist mehr sicher"

Im Arctis Verlag ist der Science-Fiction-Roman "Company Town - Niemand ist mehr sicher" von Madeline Ashby erschienen. (Übersetzung: Kerstin Fricke, Hardcover, 384 Seiten, 21,00 EUR, ISBN 978-3-03880-000-2)

Der Verlag über das Buch: Sie nennt sich New Arcadia - eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Als der jüngste Lynch-Sprössling und zukünftige Firmenerbe Joel bedroht wird und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an Hwa. Die Leibwächterin ist eine der letzten rein organischen Menschen, was ihr in einer Welt aus Cyborgs eine besondere Eigenschaft verleiht: Sie ist nicht zu hacken. Als eine Serie von Morden die Bewohner in Angst versetzt, führen Spuren auch direkt zu Hwa. Nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten Company Town.

Erschienen: "Krieg der Schrecken"

Im Verlag Saphir im Stahl ist das erste Buch mit Science-Fiction-Geschichten eines kubanischen Autors in Deutschland erschienen: "Krieg der Schrecken" von Vladimir Hernández Pacín, der 1966 auf Kuba geboren wurde und seit 2000 in Spanien lebt. Ein Novum für alle SF-Fans, die auf internationale Erzählungen stehen. Aus dem Projekt "Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten" ist dies nach Manfred Christiansen "Galaktische Vorstellungen" das zweite Buch. (Übersetzung: Pia Oberacker-Pilick, Paperback, 180 Seiten, 12,95 EUR, ISBN 978-3-943948-72-1)

Über das Buch: Die Schrecken einer insektoiden Alien-Art sind die Geißel der Menschheit. Einer der Menschen erhält engeren Kontakt zu diesen Außerirdischen und erkennt deren wahre Natur.
In den drei aufeinander aufbauenden Erzählungen wird dem Leser eine spannende Geschichte über Aliens und Menschen präsentiert.

Erschienen: "Film und Buch" Sonderausgabe 2

Erschienen ist die Sonderausgabe 2 des Magazins "Film und Buch", sie beschäftigt sich mit dem Thema Frankenstein. Der Übersetzer und Autor Alexander Pechmann hat hierfür einen Artikel über die Entstehungsgeschichte von Mary Shelleys Roman beigesteuert. Ebenso beinhaltet die Ausgabe eine Auswahl von Rezensionen aus dem Jahr 1818, die sich mit Mary Shelleys Frankenstein auseinandersetzen. Biographische Daten über Leben und Werk der Autorin und eine kommentierte Liste zahlreicher Frankenstein-Filme runden den Inhalt ab. Das eMagazin gibt es zum kostenlosen Download auf dem Magazin-Blog, hier.

Erschienen: "Zeit des Erwachens" und "Tentakelkaiser"

Im Atlantis Verlag sind zwei neue Romane von Dirk van den Boom erschienen.

Die Beschützer 2: "Zeit des Erwachens"
(Titelbild: Allan J. Stark, Paperback, 220 Seiten, 12,90 EUR, ISBN 978-3-86402-347-7 (auch als Hardcover beim Verlag (14,90 EUR) und als eBook im Handel (8,99 EUR) im Handel erhältlich))

Eine massive Explosion zerstört einen unterirdischen Komplex in der Nähe von Stuttgart – doch gibt es wirklich keine Überlebenden?
Ein genialer Ingenieur erwacht aus einem langen Schlaf – und er muss sich einen neuen Lebenszweck suchen.
Ein gewiefter Börsenprofi nimmt die falschen Pillen – oder sind es doch die richtigen, um seiner Existenz eine neue Richtung zu geben?
Drei Schicksale, eng verknüpft mit denen von Dr. Hand, Sin Claire und den anderen Beschützern, vor allem als eine jahrelang unerkannt operierende Geheimorganisation sich gezwungen sieht, an die Öffentlichkeit zu treten. Es ist wahrhaftig für viele eine Zeit des Erwachens.


"Tentakelkaiser"
(Titelbild: Allan J. Stark, Paperback mit Klappenbroschur, 270 Seiten, 13,90 EUR, ISBN 978-3-86402-347-7 (auch als Hardcover beim Verlag (14,90 EUR) und als eBook im Handel (8,99 EUR) im Handel erhältlich))

Die gescheiterte Reise einer terranischen Arche, die Transformation der Tentakelbesatzer auf der Erde in hirnlose Zombies und ein Versuch, das Tentakelreich aus der Knechtschaft der »Sänger« zu befreien – die Erfolgsgeschichte der räuberischen Aliens scheint sich dem Ende zuzuneigen.
Doch die Menschen auf Terra sind uneins und verräterisch, die Reise der Arche steuert einer Katastrophe entgegen und der Kampf gegen die Sänger wird plötzlich zum Nebenkriegsschauplatz.
Ein uraltes Raumschiff aus ferner Vergangenheit eröffnet neue Möglichkeiten. Die Crew der Arche steht vor einer grundsätzlichen Entscheidung. Und ein Mensch in Tentakelgestalt muss entscheiden, ob er den Tod oder die Veränderung bringen will.

Gestorben: Richard Adams (1920-2016)

Der englische Schrittsteller Richard Adams ist Heiligabend im Alter von 96 Jahren gestorben. 1972 erschien im Original sein erster Roman: "Unten am Fluss". Die Abenteuer einer Gruppe von Wildkaninchen begeisterte Generationen von Lesern - und später auch die Zuschauer; 1978 entstand ein Zeichentrickfilm unter der Regie von Martin Rosen. Rosen war es auch, der ein Jahr später "Die Hunde sind los" drehte, der auf Adams' 1977 verfassten Roman "Die Hunde des Schwarzen Todes" basierte; Film und Buch erzählen die Flucht von zwei Hunden aus einem Forschungsinstitut der Menschen. In "Shardik" (1974) ist ein riesiger Bär der Protagonist, und in "Traveller" (1988) erzählt das Pferd des Südstaaten-Generals Robert E. Lee während des  Bürgerkriegs seine Geschichte.