Literatur-News

Gestorben: Michael H. Buchholz (1957-2017)

Der deutsche Schriftsteller Michael H. Buchholz ist am Montag im Alter von 59 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. 2004 veröffentlichte er erste Werke im professionellen Bereich, Romane für die "Atlan"-Mini-Serien "Obsidian" und "Der Dunkelstern" sowie ein "Atlan"-Taschenbuch für VPM. Es folgte die Mitarbeit in Form eines Romans zusammen mit Rüdiger Schäfer an der Science-Fiction-Serie "SunQuest" bei Fabylon und der Einstieg bei der Serie "Perry Rhodan NEO" 2015 mit Band 89 ("Tschato, der Panther", ebenfalls zusammen mit Rüdiger Schäfer). Neun Romane schrieb er für die Serie, sein letzter erscheint am 24. März als Band 144, "Verkünder des Paradieses". Seit Band 100 verantwortete er zusammen mit Rüdiger Schäfer die Exposé-Arbeit für "Perry Rhodan NEO". Im Fantasy-Bereich veröffentlichte er unter dem Pseudonym Robert M. Talmar bei Bastei-Lübbe eine Fantasy-Trilogie, "Gilwenzeit".

News in Kürze: Uschi Zietsch, Douglas Adams & mehr

Uschi Zietsch hat auf ihrem Blog vermeldet, dass sie nun wieder als feste Team-Autorin zur "Perry Rhodan"-Serie gestoßen ist, außerdem berichtet sie von der letzten Autorenkonferenz dieser Serie und über ihre nächsten "Perry Rhodan"-Projekte; der Blogeintrag findet sich hier.

Nachdem zuletzt ein Haus von J. R. R. Tolkien im Angebot war, wird jetzt gerade ein früheres Haus des Science-Fiction-Autors Douglas Adams angeboten; das Haus in London soll 5 Millionen Pfund kosten und wurde vom Autor in den späten 80ern bewohnt. Mehr Infos gibt es hier.

Markus Heitz' neuer Roman "Des Teufels Gebetsbuch" ist Anfang des Monats erschienen, der Autor hat seine Gedanken dazu auf seinem Blog veröffentlicht; darüberhinaus berichtet er, dass er bereits am nächsten Buch arbeitet. Mehr dazu findet sich hier.

Die Superhelden-Romanreihe "Die Beschützer" (Atlantis) von Martin Kay und Dirk van den Boom wird nicht fortgesetzt, schrieb letzterer zuerst auf seinem Blog an dieser Stelle. Auch Martin Kay hat sich kurz danach geäußert über die Hintergründe, hier.

"Perry Rhodan"-Band 2900 mit vierfarbiger Beilage

VPM kündigt für den am 17. März erscheinenden "Perry Rhodan"-Band 2900 von Verena Themsen, "Das kosmische Erbe", eine achtseitige vierfarbige Sonderbeilage an. Weil ein großer Teil des Romans auf dem Planeten Merkur spielt, steht dieser auch im Zentrum dieser Beilage, die zeigt wie die Welt im 16. Jahrhundert Neuer Galaktischer Zeitrechnung aussieht und die der Frage nachgeht, wie man sich das Leben in Asalluc City vorstellen kann und wie die Gebäude in der Metropole aussehen. Gezeichnet wurden die Stadtansichten von Dirk Schulz, die Texte dazu lieferte Verena Themsen. Sie bieten damit einen futuristischen Ausblick in eine Zukunft, die von der Welt des 21. Jahrhunderts weit entfernt ist. Die Exposés zum kommenden "Genesis"-Zyklus stammen von Christian Montillon und Wim Vandemaan.

(C) 2017 VPM

SERAPH 2017: Die Shortlists der Jury stehen fest

Die Fachjury des SERAPH 2017 hat sich geeinigt. Aus den 21 Titeln der Longlists haben sie 7 Titel ausgesucht, deren Autoren sich nun bis zur Leipziger Buchmesse am 23 März gedulden müssen. In die engere Auswahl des phantastischen Literaturpreises haben es in der Kategorie Bestes Buch fünf Titel geschafft, in der Kategorie Beste Debüt wählte die Jury drei Titel aus.

Shortlist Bestes Debüt:
Katharina F. Bode: "Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé" (Art Script Verlag)
Julia Lange: "Irrlichtfeuer" (Knaur)
Swantje Oppermann: "Blindes Misstrauen" (dotBooks)

Shortlist Bestes Buch:
Dietmar Dath: "Venus siegt" (Tor)
Thomas Finn: "Dark Wood" (Knaur)
Katharina Seck: "Die silberne Königin" (Bastei-Lübbe)
Maja Winter: "Träume aus Feuer" (Bastei-Lübbe)

Deutscher Science Fiction Preis 2017: Die Nominierungen

Das Komitee zur Vergabe des Deutschen Science Fiction Preises hat die Nominierungen für 2017 bekanntgegeben. Für den DSFP 2017 sind alle im Original in deutscher Sprache im Jahr 2016 erstmals in gedruckter Form erschienenen Texte des Literatur-Genres Science Fiction relevant. Der Deutsche Science Fiction Preis 2017 wird am 16. Juni auf dem U-Con, dem diesjährigen EuroCon und JahresCon des Science Fiction Club Deutschland e. V., in Dortmund vergeben. Der DSFP ist mit 1000,00 EUR je Kategorie dotiert.

Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:
"Die Stadt der XY", Dirk Alt; erschienen in "Exodus" 34
"Suicide Rooms", Gabriele Behrend; erschienen in "Exodus" 35
"Acapulco! Acapulco!", Andreas Eschbach; erschienen in "Exodus" 34
"Vor dem Fest oder Brief an Mathilde", Marcus Hammerschmitt; erschienen in "Nova" 24
"Das Netz der Geächteten", Michael K. Iwoleit; erschienen in "Gamer", Hrsg.: Armin Rößler, Frank Hebben und André Skora (Begedia)
"Tubes Inc.", Frank Lauenroth; erschienen in "Hauptsache gesund!", Hrsg.: Ralf Boldt (p.machinery)
"Korbball", Ernst-Eberhard Manski; erschienen in "Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten", Hrsg.: Erik Schreiber (Saphir im Stahl)

Bester deutschsprachiger Roman:
"Die Welten der Skiir 1: Prinzipat", Dirk van den Boom (Cross Cult)
"Omni", Andreas Brandhorst (Piper)
"Der Bahnhof von Plön", Christopher Eckert (Mitteldeutscher Verlag)
"Helix", Marc Elsberg (Blanvalet)
"Teufelsgold", Andreas Eschbach (Bastei Lübbe)
"Vektor", Jo Koren (Atlantis)

News in Kürze: Kim Stanley Robinson, Michael Marcus Turner

Am 28. und 30. März kommt der Science-Fiction-Autor Kim Stanley Robinson nach Bremerhaven beziehungsweise Berlin. Er stellt seinen neuen Roman "New York 2140" vor, der den Klimawandel zum Thema hat. Näheres über die Termine findet sich hier.

Michael Marcus Turner berichtet in seinem Blog von der jährlichen "Perry-Rhodan"-Autorenkonferenz; interessant sind hierbei auch die zahlreichen Fotos, die während der Konferenz entstanden - zu finden ist das Ganze hier.

Andreas Brandhorst hat das ganze Cover seines nächsten Romans aus dem Omniversum auf seiner Seite veröffentlicht, er erscheint im Mai bei Piper; das Cover findet sich hier.

Uschi Zietsch hat auf Ihrem Blog ein paar Worte zur Würdigung gefunden zum Tode von Regina Vlcek, sie war die Frau von Ernst Vlcek ("Dämonenkiller", "Perry Rhodan". Zu finden ist der Beitrag hier.

Neu ab März: Edgar Allan Poe: Werke in fünf Bänden

Herausgegeben von Charles Baudelaire in der Neuübersetzung von Andreas Nohl startet am 10. März bei dtv eine fünfbändige Edgar-Allan-Poe-Hardcover-Reihe.

Das Werk Edgar Allan Poes (1809-1849) war von Anfang an eine Provokation, das Modische, Unoriginäre war ihm verhasst. Das puritanische Amerika strafte ihn dafür mit übler Nachrede und Vergessen. Erst in Frankreich fand er posthum geistiges Exil, als niemand geringeres als Charles Baudelaire (1811-1867) ihn in den Rang setzte, der ihm gebührt, seine Werke in fünf Bänden übersetzte und kommentierte. Mit Baudelaires Poe-Ausgabe beginnt die literarische Moderne. Andreas Nohl hat sie ins Deutsche übertragen und zeigt Poe, den großen Pionier, auf der Höhe seiner Kunst. Für seine Poe-Übertragung erhält Andreas Nohl den Zuger Anerkennungspreis 2017.

Diese auf fünf Bände angelegte Edition von Poes Werken enthält zudem Baudelaires Kommentare zu den Texten Poes sowie Anmerkungen des Übersetzers, Nachwort und editorische Nachbemerkung.

Band 1: "Unheimliche Geschichten" (424 Seiten, 28,00 EUR, ISBN 978-3-423-28118-8)

In Vorbereitung:
Band 2: "Neue unheimliche Geschichten"
Band 3: "Arthur Gordon Pyms Abenteuer"
Band 4: "Heureka. Kosmologisches Gedicht"
Band 5: "Groteske und ernste Geschichten"

News in Kürze: Martin Suter, Kai Meyer & mehr

Im neuen Roman von Martin Suter, "Elefant", geht es um einen rosaroten Mini-Elefanten, der im Dunkeln leuchtet und einem obdachlosen Ex-Banker erscheint. Wie der Autor auf die Idee kam und warum diese zehn Jahre lang in seinem Kopf herumspukte erzählt dieser in einem Interview bei der Deutschen Welle, das hier zu finden ist.

Kai Meyer hat einige Fragen zu seinem neuen Bestseller "Die Krone der Sterne" bei LovelyBooks beantwortet, die Fragen und Antworten finden sich hier.

Uwe Vöhl verrät in einem Artikel bei Zaubermond wie die Exposé-Arbeit bei "Das Haus Zamis" abläuft, hier. Man erfährt auch, unter welchem Pseudonym der im letzten Jahr verstorbene Autor Malte Schulz Sembten für diese Serie gearbeitet hat.

Die SFWA hat die Nominierungen für den diesjährigen Nebula Award bekanntgegeben, er wird im Mai in Pittsburgh verliehen. Die komplette Nominierungsliste findet sich hier.

Auch die Nominierungen für den Aurealis Award wurden bekanntgegeben, der australische Preis wird im April in Perth verliehen. Die komplette Nominierungsliste findet sich hier.